Warum es sich manchmal falsch anfühlt, obwohl objektiv alles funktioniert
- Vanessa Keller

- 25. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Von außen wirkt manchmal alles ganz normal. Du stehst morgens auf. Du arbeitest. Du organisierst den Alltag. Du kümmerst dich.
Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen etwas leise in dir sagt:
Irgendetwas fühlt sich nicht mehr richtig an.
Nicht dramatisch. Nicht laut. Vielleicht nicht einmal eindeutig.
Eher wie eine leise Distanz zu dir selbst.
Und genau das verunsichert viele.
Weil wir gelernt haben, Belastung oft erst dann ernst zu nehmen, wenn etwas sichtbar zusammenbricht.
Wenn wir nicht mehr können. Wenn Tränen kommen. Wenn etwas „wirklich schlimm“ wird.
Aber innere Überforderung oder Unstimmigkeit sehen oft ganz anders aus.
Sie können sich zeigen als:
– ständige Anspannung
– das Gefühl, nie wirklich zur Ruhe zu kommen
– wenig Vorfreude
– Gereiztheit
– Erschöpfung trotz Schlaf
– das Gefühl, nur noch zu funktionieren
Und oft kommt dann sofort der nächste Gedanke:
„Aber ich habe doch eigentlich keinen Grund, mich so zu fühlen.“
Doch Gefühle funktionieren nicht immer logisch.
Manchmal zeigt dein Inneres nicht, dass etwas falsch ist.
Sondern, dass etwas Aufmerksamkeit braucht.
Vielleicht hast du lange viel getragen.
Vielleicht hast du dich angepasst.
Vielleicht hast du so sehr versucht, alles gut zu machen, dass du irgendwann aufgehört hast zu bemerken, wie es dir selbst eigentlich geht.
Das bedeutet nicht automatisch, dass du sofort alles verändern musst.
Nicht jede Unruhe ist ein Zeichen für eine große Entscheidung.
Aber sie kann eine Einladung sein.
Nicht weiter gegen dich zu arbeiten.
Sondern wieder neugieriger zu werden:
Wie geht es mir eigentlich wirklich?
Was brauche ich gerade?
Und was versuche ich vielleicht schon länger nicht zu spüren?
Du musst nicht sofort Antworten haben.
Aber du darfst ernst nehmen, dass etwas in dir gerade leiser geworden ist.
Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer Entscheidung.
Sondern damit, ehrlich wahrzunehmen, wie es dir wirklich geht.
Wenn du magst: Welche kleinen Signale zeigen dir meistens zuerst, dass du dich selbst aus dem Blick verloren hast?
Alles Liebe,





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